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Woche des Sehens 9.-15. Oktober 2008: Neue Therapiemöglichkeit bei Teilerblindung
[businessportal24] Sehen ist ein hoch komplexer Vorgang, bei dem die Augen und das Gehirn ständig Höchstleistungen vollbringen. Etwa 80% des menschlichen Handelns werden bei sehend Großgewordenen unbewusst visuell kontrolliert und gesteuert. Besondere Bedeutung kommt hier dem zentralen Gesichtsfeld zu. Fehlen Teile der visuellen Wahrnehmung, z.B. als Folge eines Schlaganfalls oder Schädel-Hirn-Traumas, so kann sich dies im Alltag gravierend auswirken. Einschränkungen der Selbständigkeit bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes können die Folge sein. Selbstverständliche Dinge wie am Tisch essen, Fernsehen, Lesen und Autofahren werden schwierig. Die Visuelle RestitutionsTherapie (VRT) ist ein neues Verfahren, das erworbene Gesichtsfeldausfälle verkleinern kann. Die Therapie basiert auf dem Ansatz der Neuroplastizität, der Fähigkeit des Gehirns sich selbst zu reparieren. Durch spezifische Lichtstimulation ist es möglich, teilgeschädigte Gehirnareale wieder zu aktivieren und damit das Sehen zu verbessern. Diese Wirkung konnte jüngst durch bildgebende Verfahren gezeigt werden (Marshall et al., NNR, 2008). Die Patienten führen die Therapie täglich zu Hause für eine Dauer von mindestens 6 Monaten durch.

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